Türkei 2013 - Süd- und Westtürkei

Hallo zusammen,

Nochmals melden wir uns von unterwegs. Eine erlebnisreiche Reise neigt sich ihrem Ende zu. Wir befinden uns an Bord der Superfast Ferry, die uns von Igoumenitsa, Griechenland nach Ancona, Italien bringt. Am kommenden Samstag wollen wir wieder in Hofheim sein, rechtzeitig zum Heimspiel der Eintracht gegen Wolfsburg.

Nach der spannenden Reise durch das "Wilde Kurdistan" sind wir in den letzten Wochen mehr oder weniger gemütlich der türkischen Mittelmeerküste gefolgt. In Tasucu, einem vormals gefürchteten Seeräubernest westlich von Silifke, fanden wir die Erholung, die wir nach der anstrengenden Reise gebraucht hatten. Auf einem gemütlichen Campingplatz trafen wir uns mit lieben Freunden, machten Ausflüge mit dem Roller in die nähere Umgebung, hatten Spass beim türkischen Barbier und erfreuten uns am warmen Meer. Beim abendlichen Grillen leerten wir die eine oder andere gute Flasche, zuweilen auch eine zuviel.

Camping Akcakil in Tasucu

Camping Akcakil in Tasucu

Blick auf Tasucu

Blick auf Tasucu


Von hier folgten wir der Küstenstraße entlang der türkischen Riviera, nach Anamur. Das Kap Anamur ist der südlichste Punkt der Türkei. An einem kilometerlangen Sandstrand zwischen der antiken Stadt Anamurium und der gut erhaltenen Burg Mamure Kalesi liegt der Campingplatz Paradies, der seinen Namen zu Recht trägt. Unter Palmen und blühenden Sträuchern parkten wir für einige Tage unseren Concorde. Jackson hatte seine helle Freude an den freilaufenden Hunden, besonders an den Welpen. Hier hat er sich auch mit den Katzen angefreundet.

Am Strand von Anamur

Am Strand von Anamur


Was dann landschaftlich und touristisch folgte ist auf ganz andere Weise erwähnenswert. Vor uns lagen die bekannten Hochburgen Alanya und Antalya. Was wir hier gesehen haben hat uns manchmal angewidert und ist ganz bestimmt nicht unsere Welt. Massentourismus at it,s best!
Eine Hotelburg oder Clubanlage im Costa Brava Stil an der anderen. Ballermann Stimmung. Der Muezin kommt nicht mehr gegen die Partymusik an. Knappste Badekleidung wird an den unpassendsten Stellen von sonnengeröteten Touris zur Schau getragen. Nix wie weg!!

Partyschiff in der Nähe von Side

Partyschiff in der Nähe von Side


Wir fuhren an der lykischen Küste weiter nach Westen. Duftende Pinien- und Kiefernwälder säumen die sehenswerte Küste, dahinter erheben sich die Gipfel des Taurus-Gebirges. Wir machten Station in Demre und besichtigten die bekannten Felsengräber von Myra aus dem 4. Jh v. Chr.

Felsengräber von Myra

Felsengräber von Myra


Inzwischen erreichten wir den südwestlichen Teil der türkischen Küste. Immer noch touristisch, aber jahreszeitlich bedingt nicht mehr so Überlaufen. Unser Ziel war die Traumlagune Ölüdeniz, die an die Südsee denken lässt. Türkisfarbenes, sauberes Wasser, schneeweiße Strände und eine zerklüftete Felsenkulisse. Ölüdeniz ist auch das türkische Mekka der Paraglider und ein Tandemflug vom 2000 m hohen Baba Dagi ist beinahe ein Muss. Natürlich wollte sich Hermann ein solches Erlebnis nicht entgehen lassen. Um so größer war die Enttäuschung, als der Flug in letzter Sekunde wegen aufkommender Winde am Startplatz abgesagt werden musste. Schaut euch das Spektakel mal im Internet an - unglaublich!

Blick auf Kas

Blick auf Kas

Paraglider in Ölüdeniz

Paraglider in Ölüdeniz


Ãber die Südägäis näherten wir uns schließlich wieder dem europäischen Kontinent. Die weiteren Etappen gingen zur Hafenstadt Kusadasi, den Kreuzfahren bekannt als Haltepunkt für Ephesus und letztlich noch für einige Tage nach Burhanije, wo wir wieder auf unsere Freunde Sabine und Udo stießen. Nach einigen kurzweiligen Tagen auf dem dortigen Campingplatz brachte uns die Autofähre über die Dardanellen zurück nach Europa.

Altincamping in Ören/Burhaiye

Altincamping in Ören/Burhaiye


In der letzten Woche ließen wir unsere Reise in Griechenland ausklingen. Bei immer noch sommerlichen Temperaturen erledigten wir unsere Einkäufe (die Stauräume des Wohnmobils sind mit einigen Leckereien gefüllt) und sonnten uns am Strand von Igoumenitsa.

Drepano Beach - Igoumenitsa

Drepano Beach - Igoumenitsa

Nach der Reise ist vor der Reise

Nach der Reise ist vor der Reise

In wenigen Stunden erreichen wir Ancona und schauen dann etwas wehmütig auf tolle Erlebnisse zurück. Gleichermaßen freuen wir uns auf zu Hause.

Es grüßt euch von hoher See Hermann, Christa und Jackson