Merzouga - Nekob (220 km)

Sechs Tage Sahara-Feeling war toll, aber jetzt ist es genug. Wir sind ganz schön eingesandet, ein bisschen Zivilisation darf jetzt wieder sein. Unsere informelle Reisegruppe hat sich in Freundschaft aufgelöst. Michael mit Zahnweh auf der Suche nach Hilfe in einer größeren Stadt und Günter mit seinen Schweizer Freunden nach Norden. Wir wollen wieder zurück nach Westen, ohne Kurzaufenthalt in Marrakesch können wir nicht aus Marokko ausreisen.

Beim Verlassen des Camps muß mich wohl der Teufel geritten haben. Ich suche mir die sandigste Ausfahrt aus und bleibe prompt im Wüstensand stecken.

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Fleißige Hände packten schnell an und so konnte die Fahrt bald fortgesetzt werden. Herzlichen Dank. 

Über Rissani verlassen wir den Erg Chebbi. Die Stadt fasziniert mich immer wieder. Ein richtiges Dreckloch am Rand der Wüste. Ich liebe dieses Samasurium von Geschäften aller Art, Menschen jeglicher Hautfarbe, das quirlige Durcheinander und Sand in jeder Ecke. Zum Glück müssen noch einige Dinge eingekauft werden. So kann ich kurz aussteigen und Teil des Chaos werden. Derweil parkt das Wohnmobil entgegen der Fahrtrichtung zwischen Kleinlastern und Eselkarren.

Hinter Rissani biegen wir links ab auf die N12 in Richtung Alnif. Die Straße windet sich durch die Steinwüste. Es ist warm und die Landschaft monoton - nicht einschlafen. Alnif ist dann wieder ein Wachmacher. Die Brücke vor dem Ort ist immer noch eingestürzt. Hier mußten wir im letzten Jahr noch durch den Fluss fahren, heute ist das Bachbett ausgetrocknet. Den Ort erkennen wir wieder, nichts hat sich verändert. Über Tazzarine erreichen wir dann unser heutiges Tagesziel Nekob. Der saubere Ort liegt in einer faszinierenden Landschaft, es empfiehlt sich hier zu verweilen.

 

Übernachtung an der Auberge Ouadjout am Ortsausgang von Nekob (7 Euro)

N 30.86855/ W 05.86841

sehr zu empfehlen, aber Einfahrt für große Wohnmobile sehr eng