In Vorbereitung

Es geht schon wieder in schnellen Schritten auf das Jahresende zu. Die Temperaturen sinken in Richtung Nullpunkt. Bevor dies auch unsere Stimmung betrifft, reisen wir lieber den Zugvögeln hinterher.

Die Vorbereitungen starten in diesen Tagen. Ach so - wohin es gehen soll? Ganz fantasiereich erneut nach Marokko. Dort finden wir (hoffentlich) die Bedingungen die wir uns für eine Überwinterung wünschen.

Die Reiseroute nach Süden ist wie auf obiger Karte geplant. Ziel ist es, neue Orte und Stellplätze kennen zu lernen. Sylvester in San Sebastian, Besichtigung von Toledo und Cordoba. In Marokko entscheiden wir nach Wetterlage - vermutlich folgen wir dem Atlantik entlang hinunter in den Großraum Agadir. Zwischenstopp jeweils in Rabat, El Jadida, Essaouira, oder dort wo es uns gefällt. Mandelblütenfest in Tafraoute und Marrakesch stehen ebenfalls auf dem Programm.

Ab Ende Dezember werden wir wieder regelmäßig berichten.

Zuhause - Ungersheim/Frankreich (333 km)

Endlich - wir rollen wieder.  Am späten Vormittag startet unsere nächste Winterreise. Wetter ideal - Verkehr dicht aber überwiegend flüssig.  

Heutige Route: A63 entlang der Pfalz, A65 bis Landau, schon sind wir in Frankreich. Straßburg, Colmar, Richtung Mülhausen. Das Etappenziel liegt unweit von Ungersheim im Elsass. Mit Blick auf die Vogesen übernachten wir auf dem Parkplatz eines großen Freiluftmuseums, Ecomusée d'Alsace. 

Stellplatz am Freilichtmuseum

N 47.8514 E 07.2848 (kostenfrei) 

Ungersheim - Beaune/Frankreich (241 km)

Mit zwei weiteren belgischen Wohnmobilen haben wir eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz des Freiluftmuseums verbracht. Der Platz ist ok aber es gibt schönere Übernachtungsmöglichkeiten hier in der Region. Vor der Weiterfahrt drehen wir noch eine Runde mit dem Terrier um das verlassene Bergwerk. Heutiges Etappenziel ist die Stadt Beaune im Burgund. Kennen wir schon, ist aber immer wieder schön. Der Stellplatz liegt zentral und Platz gibt es auch. Wir treffen Freunde aus Metzingen, die ebenfalls nach Marokko unterwegs sind.

Stellplatz am Hotel Mercure

N 47.01731 E 04.83628 (kostenfrei) 

Beaune - Bessines sur Gartempe/Frankreich (km)

09:30 h Abfahrt von Beaune. Über die kostenpflichtige A6 bis Charlon, weiter nach Westen via N80/N70/N79 nach Montlucon, dann N145 und A20 nach Bessins nördlich von Limoges.

Diese Ost/West-Verbindung können wir sehr empfehlen. Wenig Verkehr, gut ausgebaut und Maut-frei. 

Alles läuft so weit ganz gut, kleinere technische Probleme müssen noch gelöst werden. Am späteren Nachmittag laufen Birgit und Michael mit ihrem "neuen" Phönix hier ein. Die Wiedersehensfreude ist groß,

Stellplatz: Aire Municipale

N 46.109790 E 01.370080 (mitten im kleinen Ortszentrum, kostenfrei)

Bessines - Fronsac/Frankreich (250 km)

Nachdem heute Morgen die technischen Probleme beseitigt werden konnten (Dank an Michael und auch an die Concorde Helpline) geht die Fahrt weiter nach Südwesten. Jetzt stehen wir an einem Weingut in Fronsac, einem der vielen kleinen Orte in der Nähe von St. Emillion. Wir blicken hinein in die Weinberge und hinunter auf die Dordogne. Natürlich lassen wir uns eine Weinprobe nicht entgehen, einige gute Flaschen verschwinden im Wohnmobil.

Chateau Barrabaque in Fronsac

Stellplatz Chateau Barrabaque

E 44.929890/ W 00.283470 (kostenfrei, empfehlenswert)

Fronsac - Capbreton/Frankreich (250 km)

Ankunft im Südwesten Frankreichs. Wir sind nun in Capbreton am Atlantik. Hier auf dem gut besuchten Stellplatz wollen wir den Jahreswechsel feiern. Unsere "Reisegruppe" ist vorübergehend größer geworden. Auch Rutger und Hetty stehen mit ihrem Concorde neben uns. Gemeinsam feiern ist halt schöner. 

Letzter Strandspaziergang im alten Jahr

Am Strand von Capbreton

Stellplatz in Capbreton

N 43.635780/ W 01.446810 (kostenfrei)

Vorglühen im Concorde Charisma

Die Sylvesterparty kann starten (im Phönix Liner)

Zur vorgerückter Stunde (im Concorde Cruiser)

5...4...3...2...1  Happy New Year

Medinaceli - Toledo/Spanien (245 km)

Heute entspannte Fahrt über mautfreie Autobahn nach Toledo. Die Umfahrung von Madrid war völlig problemlos. 

Tagesprogramm: Mehrstündige Stadtbesichtigung der historischen Altstadt von Toledo. Sehr sehenswert. 

Blick auf Toledo

Regionale Köstlichkeit

Toledo Altstadt

 Übernachtung: Parking de la Estacion (kostenfrei)

N 39.864720/E 04.019370

Toledo - Sevilla/Spanien (475 km)

Eigentlich wollten wir heute nach Cordoba. Ein spanischer Wohnmobilist gibt uns den Hinweis, dass es dort keinen geeigneten Übernachtungsplatz für ein Wohnmobil unserer Größe gibt. Schaun wir mal.

Als wir Cordoba im Laufe des frühen Nachmittags erreichen, herrscht dort soviel Verkehr, das wir es gar nicht erst versuchen dort unterzukommen. Also weiter nach Sevilla, hier haben wir die Empfehlung auf einen nah beim Stadtzentrum gelegenen Parkplatz. Unmittelbar am Canal de Alfonso finden wir den Platz, haben die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten quasi vor der Tür.

Wir sind in wenigen Tagen mehr als 2600 km gefahren. Die zentrale Route über Madrid ist durchaus empfehlenswert. Jetzt ist es aber Zeit mal einen Tag Pause einzulegen. Am Dienstag geht es dann weiter zum Fährhafen nach Algeciras.

Blick auf Sevilla

Übernachtung: Parkplatz Equinsa Parking

N 37.37325/ W 05.993739 (10 Euro/Nacht) ideale Position für eine Stadtbesichtigung

Sevilla

Sevilla - Spanischer Platz

Sevilla - Giralda

Sevilla

Sevilla at night

Sevilla - Algeciras/Spanien (195km)

So weit so gut! Wir sind ganz im Süden Spaniens angekommen. Die Marokko-Fahrer haben sich wieder im Gewerbegebiet von Los Barios versammelt. Wir treffen einige der üblich Verdächtigen aus den Vorjahren. Eigentlich alles so wie immer. Nur die Stellplatzsituation ist anders. Wir stehen jetzt gegenüber vom Carefour auf dem großen Parkplatz. Fährtickets gibt es weiter bei Carlos, jetzt für 220 Euro nach Tanger Med und zurück. Letzte Besorgungen bei Lidl, noch einmal schlafen. Morgen um 09.00 Uhr setzen wir nach Marokko über. 

Übernachtung: Parkplatz gegenüber Carefour (kostenfrei)

N 36.180765/E 005.441089  

Algeciras - Asilah/Marokko (95 km)

Um 9 Uhr legt die Fähre für ihre kurze Überfahrt nach Marokko ab. Es sind wenig Reisende an Bord, auch auffallend wenig Wohnmobile. Die Formalitäten in Hafen von Tanger Med verlaufen zügig, eine Kontrolle unseres Wohnmobils findet nicht statt. Gemeinsam mit Birgit und Michael steuern wir unser erstes Etappenziel in Marokko an. An der Stadtmauer in Asilah parken wir unsere Mobile für die erste Nacht.

Asilah gefällt uns von Jahr zu Jahr besser. Der kleine Künstlerort ist sauber und bietet alles was man für die ersten Tage so braucht. Nach wie vor sind die Händler rund um den Stellplatz etwas aufdringlich, aber damit kommen wir inzwischen gut klar.  

Strand bei Asilah

Stellplatz Asilah

Übernachtung: An der Stadtmauer von Asilah (4 Euro)

N 35.466994/W 06.037447

Asilah - Rabat (195 km)

Heute Weiterfahrt nach Rabat, in die Hauptstadt von Marokko. Über die Autobahn sehr entspannend, nur der Verkehr in Rabat selbst verlangt größte Aufmerksamkeit. Trotz der ungewohnten Verkehrssituation macht es Spaß die großen Wohnmobile durch das Gewusel zu lenken. Ohne Probleme finden wir den zentral gelegenen Parkplatz, der auch Wohnmobilen eine Übernachtungsmöglichkeit bietet. Es ist zwar recht laut hier, aber der Blick auf die Stadt und den Fluß ist einfach genial.

Ein ausgiebiger Stadtbummel bei bestem Wetter beansprucht den gesamten Nachmittag. Rabat muß man gesehen haben.

Blick aus dem Wohnmobil auf die Altstadt von Rabat

Filmaufnahmen vor alter Kulisse

Stadtmauer von Rabat

Lecker - frisches Brot

Schöne Parks in Rabat

Handwerker bei der Arbeit

Blick über den Fluss auf die Nachbarstadt Sale

Altstadt bei Nacht

Übernachtung: Gemischter Parkplatz unmittelbar unterhalb der Altstadt von Rabat (7,50 Euro/Tag)

N 34.0286/ W 06.8327

Rabat - Oualidia (270 km)

Gestern Stehtag in Rabat. Besichtigung der Neustadt und des Hassan Turms, der zur Zeit leider völlig eingerüstet ist. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, sehr abwechslungsreich, multikulti und gar nicht touristisch. Keine Anmache von Händlern, auch nicht im Souk. 

Rabat - Hassan Turm

Aus dem 12. Jahrhundert - der Hassan Turm

Heute dann weiter nach Süden, immer am Atlantik entlang. Wir passieren Casablanca und El Jadida. Ab hier geht es dann auf der Küstenstraße zum Zielort Oualidia. Leider ist die Straße in einem sehr rumpeligen Zustand. Entschädigt wird man jedoch durch schöne Aussichten auf den wilden Atlantik.

Nun stehen wir auf einem großen Parkplatz für Wohnmobile unterhalb des Ortes. Bis zur malerischen Lagune sind es nur wenige Schritte, Grillen zirpen, es ist schön warm und für heute Abend haben wir eine Tajine geordert. So kann man es ganz gut aushalten. 

Stehtag in Oualidia

Heute sind wir zwei Wochen unterwegs. Zeit für eine Pause!

"Oualidia ist ein kleines Paradies von atemberaubender Schönheit" - so beschreibt Edith Kohlbach in ihrem Reisehandbuch Marokko den kleinen Ort in dem wir zur Zeit verweilen.

Auf dem Weg entlang der Atlantikküste sollte man hier auf jeden Fall Station machen. Der schön gelegene Stellplatz ist ein geeigneter Startpunkt die Gegend zu erkunden.

Blick auf die Lagune von Oualidia

Oualidia

Am schönen Strand von Oualidia

Stellplatz in Oualidia

Übernachtung: Stellplatz Oualidia

N 32.732/ W 09.0441 (2,50 Euro/Tag)

Essaouira - Sidi Kaouki (25 km)

Heute wird der Diesel nicht richtig warm. Wir verlagern nur um die Ecke. Wenige Kilometer südlich von Essaouira liegt das Surfer-Nest Sidi Kaouki. Der Ort besteht aus einigen kleinen Läden, Surfschulen und einem sehr ansprechenden Campingplatz. Was will man hier? Ein idealer Ort um abzuhängen, die Seele baumeln zu lassen, am Womo zu schrauben oder wie in unserem Fall Freunde zu treffen. Unsere letztjährige Klicke ist fast wieder komplett. 

Einfahrt Camp Sidi Kaouki Beach

Übernachtung: Camp Sidi Kaouki Beach (sehr zu empfehlen)

N 31.350150/ W 09.794790 (7,50 Euro/Tag)

 

Sidi Kaouki - Agadir (145 km)

3600 km entfernt von unserem Zuhause. Das Etappenziel Agadir ist erreicht. Um es genauer zu beschreiben: Wir stehen etwa 17 km nördlich der Stadt Agadir auf einem der bekannten Campingplätze.

Die Fahrt von Sidi Kaouki entlang der N1 gehört zu den schöneren Streckenabschnitten hier an der Westküste. Die Ausläufer des Atlas-Gebirges werden überquert. Von den Bergen ergeben sich immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Weite des Atlantiks.

Hier im warmen Süden werden wir jetzt einige Zeit bleiben. Zwar behagt uns das Ambiente des modernen Campingplatzes nur bedingt, dennoch schätzen wir die vorhandenen Einrichtungen, den gepflegten Strand und die Nähe zur Stadt Agadir.

Der Campingplatz ist übrigens gut besucht, es gibt aber immer noch genügend freie Plätze. Der übergroße Andrang der vergangenen Jahre scheint erst einmal vorbei. Gut so!

Noch ein Wort zum Wetter. Ohne Übertreibung, es ist sommerlich warm, selbst die Wassertemperaturen sind sehr akzeptabel. Die Rahmenbedingungen für einen erholsamen Aufenthalt sind wohl gegeben.

Strand vor dem Campingplatz

Der Apfelsinenwagen

Übernachtung: Camp Atlantica d`Imourane

N 30.511090/ W 09.681220

Pack die Badehose aus...

Etwas mehr als eine Woche sind wir inzwischen hier am Atlantik, einige Kilometer nördlich von Agadir.

Was soll ich sagen? Es ist einfach super hier. Nie war das Wetter in den vergangenen Jahren besser zu dieser Jahreszeit. Inzwischen kratzen die Temperaturen an der 30 Grad Marke, der sonst so unangenehme Wind verschont uns. 

In den ersten Tagen haben wir die guten Bedingungen einfach nur genossen, die Geschwindigkeit reduziert. Endlose Strandspaziergänge sind ja ohnehin unser Ding. Terrier Jackson verbringt Stunden im Wasser und trollt mit den wilden Hunden am Strand.

Wir schätzen den frischen Fisch und die süßen und saftigen Apfelsinen. Ansonsten verbringen wir Zeit im Liegestuhl und teilen die Zeit mit netten Menschen.

Heute sind wir dann erstmalig mit dem Roller nach Agadir gedüst. Ein großes Vergnügen bei den angenehmen Temperaturen. 

Eine Information für die Wohnmobilisten:  Es ist voll geworden hier in der Region. Alle Campingplätze sind gut besucht, auch wenn es noch vereinzelt freie Plätze gibt. Freies Stehen am Strand ist hier nur noch tagsüber möglich. Das die Camper Marokko meiden ist nur ein Gerücht. Warum auch?