Matril - TangerMed - Algeciras (71 km)

Wir sind am Ende unserer Marokko-Rundreise 2015 angekommen.

Der Badeort Martil war unsere letzte Station in Marokko. Der großzügige Parkplatz an der Promenade, den wir uns für die Übernachtung ausgeguckt hatten, entpupptet sich dann abends zu einem belebten Durcheinander von PKW, Fohmarkt und deren Besucher. Erst spät in der Nacht (das ZDF-Sportstudio war längst zu Ende) trat Nachtruhe ein.

Heute denn die Fahrt zum Fährhafen nach Tanger Med. Wir folgen der Küstenstraße, die uns einen guten Eindruck von der Schönheit der Mittelmeerküste erlaubt, aber auch Hinweise liefert auf den Betrieb der hier in den Sommermonaten herrschen muss. Alles sieht hier sehr spanisch aus, gewürzt mit etwas marokkanischem Flair. Wir passieren das Cabo Negro, die Stadt Fnideq und haben einen schönen Blick auf die spanische Enklave Ceuta. Noch einmal geht es hinauf in die Berge mit traumhaften Ausblicken auf Ceuta und das Mittelmeer. Der Abschied soll uns nicht leicht gemacht werden. Dann ist der Fährhafen erreicht. Die Abfertigung erfolgt reibungslos und schnell. Bei der Durchsicht unseres Reisemobils - scheinbar ist der Scanner defekt - entdecken die Zöllner eine abgestellte Wasserflasche in Motorraum unseres Concordes. "Is this your`s?" Ich kann aufklären. Es handelt sich offensichtlich um eine Erinnerung an unsere syrischen Beifahrer, die wir auf der letzten Reise unfreiwillig aus Griechenland mitgebracht hatten. Nun stehen wir hier am Fähranleger und warten auf unser Boot, das uns in wenigen Stunden nach Europa zurück bringt. Traurigkeit kommt auf. 

Versuch eines Fazits:

Unsere vierte Rundreise mit dem Reisemobil durch Marokko ist jetzt zu Ende. 61 Tage waren wir im Land unterwegs. Obwohl der Reiz des Neuen und des Ungewissen inzwischen verloren gegangen ist, sind wir immer noch von Land und Leuten begeistert. Sollten wir gesund bleiben kommen wir wieder.

Die Reiseroute:

2500 km sind wir in 61 Tagen gefahren. Wir finden dies eine gute Mischung aus Erholung und Rundreisen. Wir waren am Atlantik und am Mittelmeer, haben Städte besichtigt, sind in der Wüste gewesen und durchfuhren fantastische Landschaften. Es war nicht unsere Absicht in der "kurzen" Zeit ganz Marokko zu erkunden. 

Übernachtungsmöglichkeiten:

In den meisten Fällen beanspruchten wir Infrastruktur, die die Marokkaner für uns Camper vorhalten. Sie nennen es Campingplätze, es sind aber oftmals nur einfache Stellplätze. Da wir keine externen sanitären Einrichtungen benötigen, war dies in allen Fällen mehr als ausreichend für uns. In den bekannten Reiseführern oder im Internet finden sich alle diesbezüglichen Informationen. Noch ein Wort zum freien Stehen in Marokko. Von einigen Ausnahmen abgesehen ist Marokko längst kein Eldorado für "Freisteher" mehr. Bei der Dichte der Stellplatzmöglichkeiten auch gar nicht notwendig. Denkt mal darüber nach, ob wir nicht in der Lage sind, die geringen Gebühren zu bezahlen und damit die Marokkaner ein wenig zu unterstützen. Ansonsten wird man uns eines Tages dazu zwingen, wie in anderen Ländern bereits Realität.

Wetter:

Bei sorgfältiger Planung der Reiseroute kann man auch in der Wintermonaten mit dauerhaft gutem Wetter rechnen. Täglich Sonne und Temperaturen um und über 20 Grad. Nachts entsprechend kalt. Aufwand für Heizen (Gas) beachten!

Preise:

Auch wenn man den Aufwand für die längere Anreise berechnet, ist Marokko immer noch ein preiswertes Reiseland. Ja, vieles ist inzwischen auch hier teurer geworden. Diesel über 90 Cent, Fährkosten plus 10%, einige Campingplätze nähern sich europäischen Preisen. Alles andere was man für`s tägliche Leben braucht, ist immer noch unglaublich preiswert. Aber alleine aus finanziellen Erwägungen nach Marokko zu reisen, wäre der falsche Ansatz.

Sicherheit:

Viele Camper sind in diesem Winter nicht nach Marokko gereist - aus Sicherheitsgründen! Wir hatten nicht einen Moment das Gefühl durch irgend etwas bedroht zu sein. Man sollte sich die Frage stellen, ob es in Europa sicher ist? Wir haben dazu eine Meinung!! 

Dank

Zum Schluss möchten wir uns bei allen bedanken, die uns über diesen Blog begleitet haben. Vielen Dank für manch netten Kommentar den wir erhalten haben. Es ist Motivation auch weiter von unseren Reisen zu berichten.