Rückreise

Nachfolgend einige Anmerkungen und Impressionen zu unserer Rückreise. Erste Station auf unserem Heimatkontinent ist der allseits bekannte Übernachtungsplatz im Gewerbegebiet von Los Barios in der Nähe des Fährhafens von Algeciras. Eigentlich wollten wir gleich weiter an die Costa de la Luz, aber unser Eurocargo meldet sich seit einiger Zeit mit einer Fehlermeldung (AoH). Zum Glück gibt es in Algeciras eine IVECO-Werkstatt, die das letztlich nur kleine Problem schnell behoben hat.

Nun sind wir seit 10 Tagen auf dem Campingplatz Roche in der Nähe von Conil. Hier gewöhnen wir uns wieder an europäische Verhältnisse. Es ist trotz Sonnenschein deutlich kühler und seit gestern regnet es in Strömen. Den gemieteten Leihwagen, mit dem wir die schöne Umgebung erkundet haben, werden wir heute oder morgen zurückgeben und dann die weitere Heimfahrt antreten.

Abendstimmung in Novo Sancti Petri

Marokko 2015 (196 von 250).jpg

Eine der vielen Buchten nördlich von Conil

Der Leuchtturm von Trafalgar

Strand von Trafalgar

Blick hinunter auf Cabo Trafalgar

In den Pinienwäldern von Los Canon de Meca

20.03.2015

Zwischenstopp in Caceres/Spanien

Übernachtung: Spl  Parque Isla Dos Aguas

42.003759/-6.367408

23.03.2015

Zwischenstopp in Saint Emilion/Frankreich

Übernachtung: Parkplatz an der Polizeistation

44.897066/-0.156723

Blick auf den bekannten Weinort

Leider nicht mein Weinkeller

24.03.2015

Zwischenstopp in Moulins/Frankreich

Übernachtung: Spl Flot Bleu Park

46.55852/3.32491

30.03.2015

Nach 94 Tagen und 7836 gefahrenen Kilometern sind wir wieder zu Hause angekommen.

Matril - TangerMed - Algeciras (71 km)

Wir sind am Ende unserer Marokko-Rundreise 2015 angekommen.

Der Badeort Martil war unsere letzte Station in Marokko. Der großzügige Parkplatz an der Promenade, den wir uns für die Übernachtung ausgeguckt hatten, entpupptet sich dann abends zu einem belebten Durcheinander von PKW, Fohmarkt und deren Besucher. Erst spät in der Nacht (das ZDF-Sportstudio war längst zu Ende) trat Nachtruhe ein.

Heute denn die Fahrt zum Fährhafen nach Tanger Med. Wir folgen der Küstenstraße, die uns einen guten Eindruck von der Schönheit der Mittelmeerküste erlaubt, aber auch Hinweise liefert auf den Betrieb der hier in den Sommermonaten herrschen muss. Alles sieht hier sehr spanisch aus, gewürzt mit etwas marokkanischem Flair. Wir passieren das Cabo Negro, die Stadt Fnideq und haben einen schönen Blick auf die spanische Enklave Ceuta. Noch einmal geht es hinauf in die Berge mit traumhaften Ausblicken auf Ceuta und das Mittelmeer. Der Abschied soll uns nicht leicht gemacht werden. Dann ist der Fährhafen erreicht. Die Abfertigung erfolgt reibungslos und schnell. Bei der Durchsicht unseres Reisemobils - scheinbar ist der Scanner defekt - entdecken die Zöllner eine abgestellte Wasserflasche in Motorraum unseres Concordes. "Is this your`s?" Ich kann aufklären. Es handelt sich offensichtlich um eine Erinnerung an unsere syrischen Beifahrer, die wir auf der letzten Reise unfreiwillig aus Griechenland mitgebracht hatten. Nun stehen wir hier am Fähranleger und warten auf unser Boot, das uns in wenigen Stunden nach Europa zurück bringt. Traurigkeit kommt auf. 

Versuch eines Fazits:

Unsere vierte Rundreise mit dem Reisemobil durch Marokko ist jetzt zu Ende. 61 Tage waren wir im Land unterwegs. Obwohl der Reiz des Neuen und des Ungewissen inzwischen verloren gegangen ist, sind wir immer noch von Land und Leuten begeistert. Sollten wir gesund bleiben kommen wir wieder.

Die Reiseroute:

2500 km sind wir in 61 Tagen gefahren. Wir finden dies eine gute Mischung aus Erholung und Rundreisen. Wir waren am Atlantik und am Mittelmeer, haben Städte besichtigt, sind in der Wüste gewesen und durchfuhren fantastische Landschaften. Es war nicht unsere Absicht in der "kurzen" Zeit ganz Marokko zu erkunden. 

Übernachtungsmöglichkeiten:

In den meisten Fällen beanspruchten wir Infrastruktur, die die Marokkaner für uns Camper vorhalten. Sie nennen es Campingplätze, es sind aber oftmals nur einfache Stellplätze. Da wir keine externen sanitären Einrichtungen benötigen, war dies in allen Fällen mehr als ausreichend für uns. In den bekannten Reiseführern oder im Internet finden sich alle diesbezüglichen Informationen. Noch ein Wort zum freien Stehen in Marokko. Von einigen Ausnahmen abgesehen ist Marokko längst kein Eldorado für "Freisteher" mehr. Bei der Dichte der Stellplatzmöglichkeiten auch gar nicht notwendig. Denkt mal darüber nach, ob wir nicht in der Lage sind, die geringen Gebühren zu bezahlen und damit die Marokkaner ein wenig zu unterstützen. Ansonsten wird man uns eines Tages dazu zwingen, wie in anderen Ländern bereits Realität.

Wetter:

Bei sorgfältiger Planung der Reiseroute kann man auch in der Wintermonaten mit dauerhaft gutem Wetter rechnen. Täglich Sonne und Temperaturen um und über 20 Grad. Nachts entsprechend kalt. Aufwand für Heizen (Gas) beachten!

Preise:

Auch wenn man den Aufwand für die längere Anreise berechnet, ist Marokko immer noch ein preiswertes Reiseland. Ja, vieles ist inzwischen auch hier teurer geworden. Diesel über 90 Cent, Fährkosten plus 10%, einige Campingplätze nähern sich europäischen Preisen. Alles andere was man für`s tägliche Leben braucht, ist immer noch unglaublich preiswert. Aber alleine aus finanziellen Erwägungen nach Marokko zu reisen, wäre der falsche Ansatz.

Sicherheit:

Viele Camper sind in diesem Winter nicht nach Marokko gereist - aus Sicherheitsgründen! Wir hatten nicht einen Moment das Gefühl durch irgend etwas bedroht zu sein. Man sollte sich die Frage stellen, ob es in Europa sicher ist? Wir haben dazu eine Meinung!! 

Dank

Zum Schluss möchten wir uns bei allen bedanken, die uns über diesen Blog begleitet haben. Vielen Dank für manch netten Kommentar den wir erhalten haben. Es ist Motivation auch weiter von unseren Reisen zu berichten.

 

Ouezzane - Martil (143 km)

Vorletzte Etappe unserer diesjährigen Marokko-Reise.

Nach Ouezzane beginnt die Fahrt durch das Rif-Gebirge. Wieder eine Fahrt durch großartige Landschaft. Leider auch anstrengend, da in diesem Teil die N13  in einem schlechten Zustand ist. Wir passieren die blaue Stadt Chefchaouen. Den Besuch dieser besonderen Stadt heben wir uns für eine weitere Reise auf. Inzwischen wissen wir, das die Fahrt hinauf in die Stadt und den hoch oben gelegenen Campingplatz auch für größere Wohnmobile kein Problem darstellt. Dann folgt die weiße Stadt Tetouan. Unsere Route führt durch die große Stadt hindurch, die schon wieder europäische Merkmale aufweist. Wenige Kilometer später erreichen wir den Badeort Martil. Mit Blick auf das Mittelmeer stellen wir unser Reisemobil ab.

Blick auf die blaue Stadt Chefchaouen

Martil - das Mittelmeer hat uns wieder

Übernachtung an der Strandpromenade

35.615214/-5.270985

Meknes - Ouezzane (126 km)

Tag 70

Die Zeit vergeht wie im Flug. Wenn wir nicht aufpassen, vertrödeln wir uns in diesem schönen Land. Wir wollen doch spätestens Ostern wieder Zuhause sein. 

Deshalb starten wir die nächste Etappe in Richtung Heimat. Die N13 begleitet uns weiter nach Norden. Das Rif-Gebirge liegt nun vor uns. Wir sind gespannt was von den ganzen Rauschgift-Geschichten tatsächlich wahr ist.  Viele Touristen meiden diese Strecken aus Angst vor den aufdringlichen Händlern.

Einige Kilometer vor Ouezzane liegt unmittelbar an der N13 das Motel Rif. Hier ist in einem schönen Umfeld Platz für mehr als 20 Wohnmobile. Wir bleiben eine Nacht. Morgen sind es dann noch 150 Kilometer bis zum Mittelmeer.

Übernachtung am Motel Rif

34.772447/-5.54509

Markttag in Azrou

Alleine wegen des am Dienstag stattfindenden Marktes ist ein Stopp im alten Berber-Zentrum Azrou empfehlenswert. Wer denkt er hat bereits alles in Marokko gesehen, der wird von der Ursprünglichkeit dieses Souks überrascht sein. 

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Pferd in einen Kleinlaster. Oder irre ich mich hier?

Der Viehmarkt ist die besondere Attraktion. Man sollte allerdings einiges ertragen können.

Das richtige Mitbringsel für unsere Enkelin.

Pause im besten Cafe am Platz.

Midelt - Azrou ( 122 km) - affengeil -

Jeden Morgen auf`s Neue das gleiche Erlebnis. Augen auf, Verdunklungsrollos aufschieben und nach der Sonnenbrille greifen. Man kann sich echt daran gewöhnen. Seit wir in Marokko sind verwöhnt uns ein wunderbares Wetter, blauer Himmel soweit das Auge reicht. Die Kühle der Nacht wird schnell durch angenehme Temperaturen vertrieben. Gute Laune garantiert!

Vor der Weiterfahrt sind noch einige Dinge zu erledigen. Das Maroc Telecom Modem muss neu geladen werden.Wie abhängig ist man auch hier vom Internet? In einer kleinen Teleboutique wird mir geholfen, auch ohne arabisch Kenntnisse. Kosten: umgerechnet 10 Euro für einen Monat.

Auch die Entsorgung unseres Reisemobils ist mal wieder fällig. Alles kein Problem, oder man macht hier Keins daraus. Alles scheint hier problemloser als wir das von Zuhause gewohnt sind.  Nun sind wir startklar. Die anstehende Etappe bringt uns optisch in die Nähe des Winters. Schneereste begleiten uns über die Berge.

Bettelnde Hunde am Straßenrand

So schön kann auch ein herrenloser Hund sein.

An Warnschilder für kreuzende Kamele haben wir uns schon gewöhnt - aber kreuzende Affen ?

In den Zedernwäldern südlich von Azrou leben Berberaffen. Mit etwas Glück kann man die Tiere direkt an der Hauptstraße beobachten. Die Affen sind an den vorbei fahrenden Verkehr gewohnt und nehmen angebotenes Futter dankend an. Aber Vorsicht. Die erwachsenen Tiere haben eine stattliche Größe und wehren sich, wenn man zu aufdringlich wird. Kann ein Lied davon singen. 

Den Müsliriegel nahm er vorsichtig aus meiner Hand. Als ich die Hand um seine Pfote schloss, kratzte er mich mit der anderen Pfote am Bein. 

Übernachtung auf dem Camp Amazigh in der Nähe von Azrou

33.449650/-5.170720

Oases du Ziz - Midelt (130 km)

Wir verlassen die Kasbah nach dem Frühstück. Der Übernachtungsplatz ist sehr geeignet für einen Zwischenstopp, aber länger wollen wir hier nicht bleiben. Es gibt zwar einige Wandermöglichkeiten, aber richtig viel kann man hier nicht unternehmen. Durch den Tunnel der Legionäre (Durchfahrtshöhe 3,50 m , Reisemobilhöhe ca 3,50 m) folgen wir der N13 weiter in Richtung Er-Rachidia. Auch heute Abend werden uns die Augen weh tun von den vielen Eindrücken die sich immer wieder bieten.

Fahrvergnügen der Extraklasse.

Ankunft in Midelt

Midelt mit schneebedecktem Atlas-Gebirge

Übernachtung auf dem Campingplatz Municpal

32.677931/-4.737627

Merzouga - Oases du Ziz (167 km)

Tag 64. 

4200 km sind zurückgelegt. Die Zeit ist gekommen wieder nördliche Richtung einzuschlagen. Schweren Herzens verlassen wir die die Wüstenlandschaft rund um den Erg Chebbi. Hier konnten wir in ziemlicher Abgeschiedenheit die Seele baumeln lassen und stundenlang das wechselnde Farbenspiel der gigantischen Wüstenlandschaft genießen. Wir verabschieden uns von unserem freundlichen Gastgeber Hassan, wünschen ihm viel Erfolg für den Ausbau seines neuen Campingplatzes. Über eine gut fahrbare Piste ist die Teerstraße nach Rissani schnell erreicht. Noch einmal schaukeln wir durch die Schlaglöcher und den sandigen Ort. Unglaublich wie hier die Leute leben. Dann geht es weiter auf der sehr guten N13 via Erfoud in Richtung Oases du Ziz. 

Wo immer wir halten sind Kinder nicht weit.

Die Fahrt entlang der Ziz-Schlucht ist ein Höhepunkt der Reise. Traumhafte Ausblicke begleiten uns den ganzen Tag.

Übernachtung an der Kasbah Jurassique mitten in der Ziz-Schlucht

32.154409/-4.375932

Kasbah Jurassique

Blick von der Dachterrasse

Restaurant der Kasbah

Spuren im Sand

Bei herrlichem Wetter - na gut - auch hier hatten wir einen windigen Tag, der uns den Sand in alle Ecken des Reisemobils transportierte - genießen wir die ungewohnte Landschaft und die nette Gesellschaft der "Mitcamper". Auch Terrier Jackson hat hier einige Freunde mit denen er den ganzen Tag balgen kann.

Soziale Kontakte

Camper-Leben

Fitnessübung in der Wüste

Zeitvertreib

Gipfelstürmer

Erstbesteigung durch einen Terrier

Geschafft!!

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Drehorgel am Lagerfeuer

  

Alnif - Merzouga (120 km)

Tag 60 unserer Reise. Heute steht die Weiterfahrt zum Erg Chebbi an. Die Übernachtung im Hinterhof des Hotels Palmeraie war ok, aber die Location eignet sich nicht zum längeren Verweilen. Eine schöne Geste der Stellplatzbetreiber ist jedoch uns mit frischem, selbst gebackenen Brot zu versorgen.

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Günter und seiner "besonderen" Reisegruppe.  Die enge Ausfahrt aus dem Hinterhof des Hotels ist schnell gemeistert, aber die nächste fahrerische Herausforderung wartet bereits unmittelbar nach dem Ortsausgang von Alnif. Die N12, die sich bisher von ihrer besten Seite gezeigt hat, wird an dieser Stelle durch ein Flussbett geführt. Mit Vorsicht und noch mehr Bedenken nähern wir uns dem schnell fließenden Qued. Die Differenzialsperre des Eurocargos wird aktiviert und hinein geht`s in die braune Brühe. Die Durchfahrung ist dann doch einfacher als gedacht.

Die im weiteren Verlauf gut zu fahrende N12 bringt uns durch die Steinwüste zunächst nach Rissani. Die 5000 Einwohner zählende Kleinstadt ist Handelszentrum und Marktort für die Nomaden der näheren und weiteren Umgebung.  Durch ein sandfarbenes, dreibogiges Tor im ladestypischen Stil geht es hinein in den Ort. Wie überall in den marokkanischen Ortschaften und Städten herrscht auch hier ein kaum überschaubares Durcheinander. Spätestens hier wird man von der saharischen Atmosphäre eingefangen.

Einfahrt nach Rissani

Wir sind nun am Westrand der nördlichen Sandwüste Marokkos mit weit über 100 Meter hohen Sanddünen, dem Erg Chebbi, angekommen. Der Abschnitt ist etwa 40 Kilometer lang und 10 Kilometer breit. Das ist im Vergleich zu den Sandwüsten in Algerien oder Lybien  klein, es vermittelt dennoch das Gefühl sich mitten in der Sahara zu befinden. Entlang des Erg Chebbi findet man eine Vielzahl von Aubergen und sogenannten Campingplätzen, die meist über eine kurze Sandpiste erreichbar sind. Wir entscheiden uns für einen ganz neuen Platz mit traumhaftem Blick auf die Sandberge. Camp Secret Sahara wird für einige Tage unsere Basis sein.

Camp Secret Sahara

31.146798/-4.029734

Seit einigen Tagen sind wir zu einer größeren Gruppe zusammen gewachsen, die sich mehr oder wenig zufällig immer wieder mal trifft.

Blick in die Sanddünen des Erg Chebbi

Drei Concorde-Reisemobile im Sand der Sahara

Blaue Stunde am Erg Chebbi

Zagora - Alnif (206 km)

Nach fünf Tagen ist es wieder an der Zeit aufzubrechen. Die nächste Etappe steht an. Unser Ziel ist ein Abstecher in die Sahara, ohne den eine Marokko-Reise unvollständig wäre. Die Sanddünen des Erg Chebbi liegen ca. 400 km östlich von uns. Zu weit um den Ort Merzouga an einem Tag zu erreichen. Wir verlassen Zargora zunächst über die N9 in Richtung Nordwest. Mit der Sonne im Rücken erfreuen wir uns an der landschaftlichen Schönheit des Draa-Tals. Es ist wirklich unglaublich wie spektakulär die Fahrt ist. Man kann das weder in Worte fassen, noch in Bildern festhalten. Die Farben des Himmels, der Berge und der Palmen verzaubern uns immer wieder.

Tausende von Dattelpalmen säumen das Draa-Tal.

Auf der R108 treffen wir Günter mit seiner "Reisegruppe"

Alnif - unser nächstes Etappenziel

Alnif. Hier ist die Zeit stehen geblieben.

Alnif

Alnif

Übernachtung am Hotel Palmiers

31.115595/-5.165284

Markttag in Zagora

Der Besuch eines Markts ist ohne Zweifel ein besonderes Erlebnis einer Marokko-Rundreise. Für uns Selbstversorger ist es die beste Möglichkeiten die Bordküche mit allerlei Leckereien zu füllen, insbesondere mit frischem Gemüse zu ortsüblichen Preisen. Ansonst findet man hier wirklich alles für das tägliche Leben. Das exotische Treiben, das laute Rufen der Händler, die Herausforderung für Augen und Nase, ein wunderbares Durcheinander werden lange in Erinnerung bleiben.

Bereits der Eingang zum Markt ist ungewöhnlich.

Die Vielzahl der Gewürze führt zu Entscheidungsnotständen.

Haupttransportmittel sind noch immer Eselkarren.

Auch hier gilt die Anschnallpflicht.

Wer zahlt den besten Preis für die Kuh?

Mancher hat schwer zu tragen. 

Marktort und Zentrum für Kameltrekking

Wir stehen im südlichen Teil des Draa-Tals - in Zagora. Die 30.000 Einwohner große Stadt ist Verwaltungs- und Touristenzentrum (von hier starten viele Touris zu Ausflügen in die Wüste) sowie eine große Garnisionstadt.  An die ehemalige Karawanenstation Zagora erinnert ein großes Schild am Ende des Boulevard Mohammed V.

Zagora - Stadtmitte

Zagora - Neubauviertel

Mittwochs und sonntags ist Markt im Souk

Seltenes Exemplar - ein echter Tuareg

Zur Zeit der großen Transsahara-Karawanen benötigte man mit dem Kamel 52 Tage bis Timbuktu.

Wenig Regen reicht aus, um aus einem unscheinbaren Bachlauf einen reißenden Fluss zu machen.

Autopflege nach dem Sandsturm

Wir sind umgezogen auf den stadtnäheren Campingplatz Les Jardind De Zagora

30.323634/5.825826

Stehtag in Taliouine

Taliouine ist eine Kleinstadt mit einer weithin sichtbaren Kasbah und bekannt als Zentrum des Safrananbaues. Es lohn sich hier zu verweilen, um die Schönheit der Natur zu genießen.

Einfahrt zum Camp Toubkal 30.523544/-7.893716

Einfahrt zum Camp Toubkal

30.523544/-7.893716


Taroudant - Taliouine (122 km)

Heute weiter gen Osten. Über die N10 verlassen wir Taroudant und folgen dem Qued Sous Richtung Taliouine. Bis zur Abzweigung zum Tizi-n-Test, der über den großen Atlas nach Marrakech führt, ist die Straße in gutem Zustand. Links und rechts der N10 große Apfelsinenplantagen. Bei der Durchfahrt durch Aculouz sehen wir einen Kleinlaster voll beladen mit den süßen Früchten. Wir kaufen direkt vom Wagen. Ca 50 Apfelsinen wechseln für unglaubliche 25 Dirham ( 2 Euro) den Besitzer. Die einheimischen Frauen und Kinder haben Spaß mit den Touristen, die mit ihrem Wohnmobil hier zum Einkaufen anhalten. Kleine Geschenke werden verteilt, dann geht die Fahrt weiter.

Leider ändert sich die Straßenqualität für die restlichen 80 km bis zum Tagesziel. Wir folgen mindestens 10 Umleitungen mit pistengleichen Verhältnissen. Eine Folge der Unwetter im vergangenen Dezember. Nahezu alle Brücken sind unterspült und nicht befahrbar.

Nachmittags ist - ohne Stress - der schwach besuchte Campingplatz Toubkal erreicht. Wir stehen mit bester Aussicht auf die blühenden Mandelbäume und die rotbraunen Berge.