Namsos - Torghatten (206 km)

Gutes Reisewetter: Leicht bewölkt und angenehme Temperaturen. Die RV 17 hat uns wieder. Am Namsen (bekannt wegen seines Lachs-Reichtums) fahren wir entlang weiter nach Norden. Kurvenreich und eng - manchmal sehr eng - schlängelt sich die Traumstraße von See zu See, von Fjord zu Fjord. Die Grenze zum Nordland wird passiert. Man realisiert eigentlich gar nicht, wie weit nördlich man hier ist.

Landschaft bei Bindal

Blick auf den Lysfjord

In Holm bringt uns die Fähre in 20 Minuten über den Bindalfjord nach Vennesund. Die Reisekasse wir wieder belastet.

In der Ortschaft Berg machen wir einige Stunden Pause. Die Gelegenheit wird genutzt, die Angel auszuwerfen. Die einsetzende Ebbe und die starke Strömung verhindern allerdings den ersten Erfolg. Wir entschließen uns weiterzufahren.

Über die Ortschaft Bronnoysund dieseln wir unserem nächsten Etappenziel entgegen. Es wird ziemlich einsam, die Strasse einspurig. Am Ende der Inselgruppe liegt hochaufragend ein bekannter Berg - der Torghatten mit seinem charakteristischen Loch quer durch den Felsen. Der Sage nach hat ein Pfeil den Berg durchschlagen. Das Loch ist 166 m lang, 75 m hoch und 15 bis 28 m breit. Ein Wanderweg führt bis zum Loch hinauf. Unser Ziel in den nächsten Tagen.

Heute heißt es einrichten auf dem wunderschön gelegenen Campingplatz Torghatten und den restlichen Tag bei warmem Wetter genießen. Nach dem Abendessen entschließe ich mich noch einmal mein Anglerglück zu suchen. Es ist zwar inzwischen schon 22.00h aber immer noch taghell (so bleibt es auch die ganze Nacht) und den Fischen ist das eh egal. Am Fjord finde ich nach einigen Anläufen ein passendes Plätzchen. Es dauert nicht lange und der erste Fisch zappelt am Pilker. Ein kleiner Dorsch, der die Pfanne bei weitem nicht füllt, wird wieder in die Freiheit entlassen. Gleich beim nächsten Versuch habe ich das viel zitierte Anfängerglück. Ein ausgewachsener Kabeljau zerrt an meiner Schnur. Der Bursche wehrt sich mit Kräften. Unterstützt durch einen holländischen Angler gelingt es den Fisch an die Wasseroberfläche zu zerren. Mein Gott ist der groß! Leider, oder auch zum Glück reißt die Angelschnur. Den hätte ich nie und nimmer anfassen können. Das muss noch geübt werden. Später beißt dann noch ein "normaler" Dorsch, den Christa kundig ausnimmt und zum Verzehr vorbereitet. Weit nach Mitternacht erklären wir den Tag für beendet. o