Marokko 2014 - dem Winter entfliehen

27. Dezember 2013

Main-Taunus-Kreis - Bexbach (144 km)

Knapp zwei Monate nach unserer letzten längeren Reise durch die Türkei, ist unser Wohnmobil wieder startklar.  Ein kleiner organisatorischer Kraftakt und die schönen Weihnachtstage mit unseren Kindern liegen hinter uns.

Jetzt ziehen die Nomaden wieder los.

Um 15 Uhr starten wir den Concorde mit Reiseziel südliches Marokko - dem Frühling entgegen. Unsere erste Etappe führt uns an die französische Grenze - nach Bexbach im Saarland. Die Reisebedingungen sind gut. Es ist trocken und fast 10 Grad.

 Reisemobilhafen  in Bexbach  49.340556/7.257222

Reisemobilhafen  in Bexbach

49.340556/7.257222

28. Dezember 2013

Bexbach - Beaune/Frankreich (402 km)

Wir werden durch den Stellplatzbetreiber geweckt. Der freundliche Herr bringt uns die Frühstücksbrötchen direkt an`s Wohnmobil. Das ist auch gut so, denn es regnet in Strömen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Christa! Mitgebrachte Geschenke werden ausgepackt, erste Anrufe entgegen genommen. Danke, dass ihr an mich gedacht habt.

 Herzlichen Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch

Dann steht der nächsten Etappe nichts mehr im Wege. Über Saarbrücken, Metz, Nancy erreichen wir am frühen Nachmittag die schöne Stadt Beaune im Burgund. Der Übernachtungsplatz liegt sehr zentral und ist mit vielen Wohnmobilen sehr gut belegt. Auch unsere Freunde Udo und Sabine aus Metzingen treffen kurz nach uns ein. Die Wiedersehensfreude ist groß. Wir werden einen Teil der Strecke gemeinsam fahren.

Nach der 402 km langen Fahrt ist ein Spaziergang durch die schön erleuchtete Stadt gerade richtig. Die Lebendigkeit des Ortes gefällt uns sehr.

 Stellplatz in Beaune, neben dem Hotel Mercure  47.017538/4.837069

Stellplatz in Beaune, neben dem Hotel Mercure

47.017538/4.837069

29. Dezember 2013

Beaune - Egletons/Frankreich (376 km)

Kurz vor Lyon biegen wir westwärts ab und halten zu auf Clermont-Ferrand. Durch das wechselhafte Wetter kommt die außergewöhnliche Landschaft der Auvergne mit ihren erloschenen Vulkanen leider nicht so zur Geltung. In Egletons, ca 200km östlich von Bordeaux gelegen,  parken wir das Wohnmobil für die Nacht.

 Übernachtungsplatz in Egletons  45.404808/2.044101

Übernachtungsplatz in Egletons

45.404808/2.044101

30. Dezember 2013

Egletons - Capreton/Frankreich (450 km)

Das Wetter hat sich nicht wesentlich verbessert. Was wollen wir auch Ende Dezember erwarten?!. Die tief liegenden Regenwolken bieten dennoch interessante Fotomotive.

 Unterwegs auf französischer Autobahn (natürlich mautpflichtig!)

Unterwegs auf französischer Autobahn (natürlich mautpflichtig!)

Die heutige Etappe zieht sich wie Gummi. Um mehr von der Gegend zu sehen, verlassen wir die Autobahn vor Bordeaux und schleichen über regionale Strassen durch Aquitanien. Wir werden belohnt durch hübsche alte Dörfer und durch eine liebliche Landschaft. Weinreben verfolgen unsere Route. Wir streifen das wohl bekannteste Weinanbaugebiet der Welt. Die Einkaufstour verschieben wir aus Gewichtsgründen auf die Rückreise. Die Kurverei ist allerdings auch recht anstrengend. So sind wir dann auch froh, endlich den Atlantik erreicht zu haben. Den Stellplatz in Capbreton kennen wir bereits. Auch zu dieser Zeit ist er gut besucht. Wir sind nicht alleine nach Marokko unterwegs.

 Stellplatz in Capbreton  46.635833/-1.446667

Stellplatz in Capbreton

46.635833/-1.446667

IMG_6441.JPG

31. Dezember 2013

Capbreton - Palencia/Spanien (373 km)

Wir verlassen den Golf von Biscaya und überqueren die Grenze nach Spanien. Vor uns liegen die teilweise schneebedeckten Pyrenäen. San Sebastian lassen wir rechts liegen. Schade eigentlich. Kurz vor Bilbao führt die Autobahn in`s Landesinnere. Über Victoria-Gasteiz und Burgos erreichen wir das Etappenziel Palencia. Die uns bisher unbekannte Stadt ist genau richtig für einen Stopp am letzten Tag des Jahres.

 Abendessen in einer Tapas-Bar

Abendessen in einer Tapas-Bar

Den Jahreswechsel feiern wir gemeinsam mit Sabine und Udo in unserem Wohnmobil.

IMG_6446.JPG

Prosit Neujahr!

 Zur fortgeschrittenen Stunde  Stellplatz in Palencia  42.00392/-4.53465

Zur fortgeschrittenen Stunde

Stellplatz in Palencia

42.00392/-4.53465

5..4..3..2..1..0 Happy New Year

Wir wünschen allen unseren Bekannten und Freunden ein gesundes und zufriedenes 2014. 

01. Januar 2014

Palencia - Caceres/Spanien (373 km)

Ausschlafen gilt nur bedingt.Um 07.30h stehen wir auf. Der nächste Streckenabschnitt auf dem Weg nach Marokko liegt vor uns. Am Neujahrstag ist die Schnellstraße ganz für uns. Nur ab und zu sehen wir weitere Wohnmobile. Fast alle haben eine französische Autonummer.  Madrid passieren wir gut 150 km im Westen. Salamanca wird umfahren und in Palencia der örtliche Stellplatz angefahren.

 Blick auf die historische Altstadt von Caceres  Stellplatz in Caceres  39.48027/-6.36879

Blick auf die historische Altstadt von Caceres

Stellplatz in Caceres

39.48027/-6.36879

Die auf einer Hochebene gelegene zentralspanische Provinzhauptstadt Palencia gefällt durch ihre beeindruckende Altstadt. Trotz des regnerischen Wetters erkunden wir den historischen Ortskern ergiebig. Den fehlenden Schlaf der gestrigen kurzen Nacht holen wir heute nach.

02. Januar 2014

Palencia - Puerto Gelves / Spanien (269 km)

Auch hier gönnen wir uns noch keinen Stehtag. Zu groß Ist die Sehnsucht nach Sonne und wärmeren, helleren Tagen. Außerdem rollt die "Franzosenwelle" unerbittlich Richtung Marokko. Der Kampf um die besten Stellplätze am Atlantik ist längst eröffnet. Jetzt heißt es weiter Gas / Diesel geben und mit bieten. Konzentriert steuern wir auf den Großraum von Sevilla zu. Ganz in der Nähe der bekannten Stadt liegt das kleine Hafenörtchenn Gelves mit einem kuscheligen Stellplatz. Ein gutes Quartier vor der letzten Etappe zum Fährhafen von Algeciras. Übrigens: Der Regen hat nachgelassen und noch erfreulicher, die Temperatur ist bei 17 Grad angekommen.

 Stellplatz im Hafen von Puerto Gelves/Spanien  37.33937/-6.02401

Stellplatz im Hafen von Puerto Gelves/Spanien

37.33937/-6.02401

03. Januar 2014

Puerto Gelves - Algeciras/Spanien (269 km)

Schade, dass wir das schöne Örtchen schon wieder verlassen müssen. Ein Tag in Sevilla hätte uns bestimmt auch wieder gut gefallen. So starten wir zur üblichen Zeit den Diesel und machen uns auf den Weg nach Algeciras, dem bekannten Fährhafen direkt neben der britischen Enklave Gibraltar. Die 270 km lange Fahrt ist unspektakulär. Wir werfen noch einen Blick auf die Skyline von Sevilla, passieren Jerez und Cadiz und schon erreichen wir die Strasse von Gibraltar. Wie in den letzten Jahren steuern wir das Gewerbegebiet von Algeciras an. Traditionell übernachten die Marokkofahrer auf den großzügigen Parkflächen rund um die großen Supermärkte. Seit diesem Jahr versucht die Polizei Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Alle Zufahrten sind mit Verbotszeichen (2,5 Tonnen) gesperrt. Dies schreckt die vielen Wohnmobile bisher jedoch nicht ab. Ca 100 parken so wie immer hier und übernachten dort, bevor es dann morgens auf die Fähre geht. Wir reihen uns ein, haben kein schlechtes Gewissen.

 So wie immer: Übernachtung im Gewerbegebiet von Los Barios  36.181421/-5.439199

So wie immer: Übernachtung im Gewerbegebiet von Los Barios

36.181421/-5.439199

Nachmittags besorgen wir uns die Tickets für die morgige Überfahrt nach Tanger/Marokko. Bei der Agentur "Carlos" ist mächtig was los. Wir sind, wie bereits gesagt, nicht die Einzigen, die es in die Sonne zieht. 180 Euro kostet die Überfahrt in diesem Jahr (Rückfahrt inklusive). 

 Ticketkauf bei Carlos - jetzt kann es los gehen

Ticketkauf bei Carlos - jetzt kann es los gehen

 Henkersmahlzeit: Selbstgemachte Pizza im Wohnmobil

Henkersmahlzeit: Selbstgemachte Pizza im Wohnmobil

04. Januar 2014

Algeciras - Tanger Med./Marokko  - Mohammedia (345 km)

Um 05.30 h klingelt der Wecker. Wir wollen gleich die erste Fähre erwischen. Noch in dunkler Nacht fahren wir die wenigen Kilometer bis zum Fährhafen und boarden fast pünktlich für die kurze Überfahrt nach Tanger.

 Mit der Fähre nach Tanger Med

Mit der Fähre nach Tanger Med

Bei immer besser werdendem Wetter und leichter Verspätung erreichen wir den afrikanischen Kontinent. Die Einreiseformalitäten gestalten sich wieder spannend. Es dauert alles seine Zeit. Plötzlich gibt es unerwartete Probleme. Unsere Einreise hängt am seidenen Faden. Der Zöllner verlangt unsere Ausreiseunterlagen aus dem Jahr 2009. Eigentlich weis ich gar nicht was er von mir will. "No have"  ist meine Antwort. Er erwidert ausdauernd mit "Problem, Problem". Wir schmieden bereits alternative Pläne. Vielleicht zurück an die Algarve? Dann löst sich alles in Wohlgefallen auf. Der  Einreisestempel ziert unsere Unterlagen und los geht`s raus aus dem Hafen und ab nach Marokko.

Obwohl der Tag schon weit fortgeschritten ist, düsen wir über die Autobahn bis kurz vor Casablanca. In Mohammedia kennen wir einen sehr privaten kleinen Campingplatz. Bei Said und Saida finden wir die ersehnte Unterkunft. Mit einer leckeren Tajine beenden wir den anstrengenden Tag.

 Said Camping in Mohammedia  33.725447/-7.336777

Said Camping in Mohammedia

33.725447/-7.336777

 Das Abendessen haben wir uns wirklich verdient

Das Abendessen haben wir uns wirklich verdient

05. Januar 2014

Mohammedia - Marrakech (262 km)

Die 10. Etappe in Folge! Wir gönnen uns noch keine Pause. Heute verlassen wir den Atlantik für kurze Zeit und steuern unser Wohnmobil nach Marrakech. Nach den jüngsten Erfahrungen in der Türkei sind wir begeistert von der guten Qualität der Strassen hier in Marokko. Wir kommen zügig und komfortabel voran. Casablanca lassen wir rechts liegen und erreichen nach etwas mehr als 3 Stunden Marrakech. Es ist fast wie ein Comming Home für uns. Brauchen keine Navigation, kennen uns bestens aus. Am großen Stadion vorbei (hier wurden die Bayern vor einigen Tagen Club-Weltmeister) geht es dann über eine Piste hinaus zum Campingplatz "Le Relais de Marrakech". Der Platz ist fast voll, aber wir finden eine schöne Bleibe.

 Interessante Nachbarn in Marrakech  31.707499/-7.98953

Interessante Nachbarn in Marrakech

31.707499/-7.98953

06./07. Januar 2014

Nach 3200 gefahrenen Kilometern ist es jetzt Zeit auszuspannen und  zu verweilen. Hier stimmt einfach alles. Das Wetter ist inzwischen so wie wir es uns gewünscht haben - sommerlich warm und ein blauer Himmel wölbt sich über uns. Wir treffen die ersten Bekannten aus dem Vorjahr und haben uns viel zu erzählen. Die Campingstühle werden ausgepackt, wir genießen die warmen Sonnenstrahlen.

Größere Ausflüge in die Innenstadt von Marrakech haben wir erst für die Rückreise geplant.  

08. Januar 2014

Marrakech - Agadir (270 km)

Heute haben wir Termin in Agadir. Bereits zu Hause waren wir bemüht unseren Lieblings-Campingplatz im Norden von Agadir für einige Zeit zu buchen. Hoffnungslos! Alles seit Wochen völlig belegt. Man hat uns ab heute einen Platz auf der Warteliste in Aussicht gestellt. Hermann zieht alle Register, versucht über verschiedene Kanäle Einfluss zu nehmen. Wir werden sehen, ob sich die Bemühungen gelohnt haben.

Wir verabschieden uns in Marrakech, hinterlassen eine Milka-Nuss an der Rezeption und hoffen so auf eine bevorzugte Behandlung auf der Rückreise. Auch hier sind inzwischen alle Plätze belegt.

 Unterwegs nach Agadir

Unterwegs nach Agadir

Über die immer noch bestens ausgebaute Autobahn erreichen wir kurz nach Mittag die Großstadt Agadir. Die Verkehrsdichte ist beachtlich. Da wir uns ganz gut auskennen, schlängeln wir uns problemlos zwischen den unterschiedlichsten Verkehrs-mitteln hindurch. Der Campingplatz "Atlantica d`Imourane" liegt 17 km außerhalb der Stadt, an der Strasse nach Essaouira. Schon von weitem können wir die vielen Wohnmobile erkennen. Unsere Hoffnung auf einen Platz schwindet.

Die Damen an der Rezeption kennen uns noch vom letzten Jahr und zeigen sich kooperativ. Der Platz ist zwar bis in die letzte Ecke belegt, aber man ist willens uns einen vorübergehenden Übernachtungsplatz anzubieten bei gleichzeitiger Positionierung auf einer Warteliste. Ein kleines "Trinkgeld" war ebenfalls hilfreich. 

 Vorläufiger Übernachtungsplatz  30.50992/-9.683945

Vorläufiger Übernachtungsplatz

30.50992/-9.683945

Nun sind wir erst einmal zufrieden hier angekommen zu sein. Der vorübergehende Platz ist akzetabel, wir haben alles was wir brauchen. Wir belegen den 22. Platz auf der Warteliste und schauen gelassen auf die weitere Entwicklung. Bei der ersten Platzbegehung treffen wir viele bekannte (alte) Gesichter aus dem Vorjahr. Einige sind bereits seit November hier. Wir planen etwa vier Wochen hier zu bleiben, oder bis uns das alles hier auf den Geist geht. Genug zu tun gibt es allemal.

 Im Hintergrund die alt ehrwürdige Platte 

Im Hintergrund die alt ehrwürdige Platte 

10. Januar 2014

Agadir

Mein Gott - was für eine Nacht. Seit zwei Tagen nervt ein gewaltiger Sturm. Aus dem Landesinneren bläst es heftig, die Luft ist voller Sand. Ein Teil der Sahara hat sich auf und in unserem Wohnmobil versammelt.

Unsere Platzierung auf der Warteliste des Campingplatzes (Nr 22) konnten wir verteidigen :=). Relativ gesehen haben wir uns sogar verbessert, da die Liste länger geworden ist. Hier räumt scheinbar keiner freiwillig den Platz. Auch egal!

Im Laufe des Tages hat der Wind dann nachgelassen. Eine lange Strandwanderung zum Nachbarort war heute unsere größte Herausforderung. Jackson - unser treuer Begleiter-  hat schon mehrfach im Atlantik gebadet und einige neue Hundebekanntschaften geschlossen.

 Wie heißt denn du? Jackson?

Wie heißt denn du? Jackson?

Was bleibt noch für den restlichen Tag? Ach ja, wir freuen uns auf den frischen Seeteufel den wir heute bei Achmed gekauft haben.

 

13. Januar 2014

Agadir

Erholung setzt ein! Die lange Anreise ist schon wieder vergessen. Urlaub im Urlaub ist zur Zeit unser Thema. Nach wie vor ist der Campingplatz mit 450 Wohnmobilen bis auf den letzten Platz belegt. Es ist uns bewusst, dass wir hier nicht wirklich in Marokko sind. Aber für eine überschaubare Zeit können wir das Leben hier in der Camping-Stadt ertragen. Belohnt werden wir durch das herrliche Wetter. Nach dem Sturm ist die Luft sauber und die Temperaturen sind fast sommerlich.

 Touristen-Spass

Touristen-Spass

 Lieblingsbeschäftigung - Strandwanderungen

Lieblingsbeschäftigung - Strandwanderungen

15. Januar 2014

Agadir

Mittwochs ist Markt im "Bananendorf". Kaum jemand kennt den richtigen Namen des Ortes (Aourir - danke Frank), der ca 3 km vom Campingplatz entfernt liegt. Wir laufen gleich morgens den Strand entlang, leider durch reichlich Müll. Wann kriegen die Marokkaner das mit dem Plastikabfall endlich in den Griff?

Das Erlebnis Markt ist um so schöner. Hier wird alles angeboten, was man sich so vorstellen kann. Uns interessiert besonders der Gemüsemarkt. Hier gibt es auch die kleinen, köstlichen Bananen, die dem Ort den Namen gaben. 5 Kilo beste Apfelsinen für 20 Dirham, umgerechnet 2 Euro. Grundnahrungsmittel sind hier unglaublich preiswert.

 Markt im Bananendorf

Markt im Bananendorf

17 km sind es bis zum Stadtzentrum von Agadir. Mit dem Roller ist die Strecke gut zu schaffen. Jackson bewacht das Wohnmobil und wir verbringen den Nachmittag in der bekannten Hafenstadt. Nach dem schweren Erdbeben von 1960 wurde Agadir quasi in Gänze neu erbaut. Deshalb gibt es kaum historische Bauwerke, jedoch eine einladende Promenade, die wie immer recht belebt ist.  

 Blick auf Agadir

Blick auf Agadir

Ein schöner Tag geht zu Ende

19. Januar 2014

Agadir

Heute sind wir 23. Tage unterwegs Seit 2 Wochen befinden wir uns in Marokko und stehen nun 11 Tage hier in der Nähe von Agadir. Der Zustrom von weiteren Wohnmobilen hat in den letzten Tagen zugenommen. Das unbeständige Wetter - es ist ein wenig zu kühl und gelegentlich auch regnerisch - drängt die Touristen an die südliche Atlantikküste. Unser Campingplatz ist deshalb immer noch gut besucht. Wir stehen inzwischen auf Platz 9 der Warteliste, haben aber unseren provisorischen Platz schon schätzen gelernt. 

 Campingplatz Atlantica d`Immourane  30.50992/-9.683945

Campingplatz Atlantica d`Immourane

30.50992/-9.683945

 Begegnung am Strand

Begegnung am Strand

22. Januar 2014

Agadir

Morgens am herrlich langen Strand spazieren und nachmittags mit dem Roller nach Agadir. Zwischendurch ein wenig Hausarbeit, so einfach ist unser Leben zur Zeit. 

Allerdings haben wir die Marokko-Straßenkarte immer häufiger in der Hand, ein deutliches Anzeichen, dass die Fortsetzung der Reise näher rückt. Vermutlich werden wir in einer guten Woche weiter nach Süden fahren.

Das Wetter ist nicht ganz so beständig wie wir es kennen. Aber durchschnittlich 20 Grad kann man ja gut aushalten.

 Mitten in Agadir

Mitten in Agadir

 Fachgespräch im Souk

Fachgespräch im Souk

26. Januar 2014

Agadir

Erst einmal vielen Dank an alle Freunde, die unsere Reise verfolgen und mit uns über Mail und Telefon in Verbindung bleiben.

Wir befinden uns immer noch auf dem Campingplatz nördlich von Agadir und ja es geht uns weiterhin gut. Die Wetterlage hat sich stabilisiert - hier ist man durch den Winter weitestgehend durch. Seit einigen Tagen ist es wolkenlos und in der Sonne richtig warm.

Wir sind zwischenzeitlich auf Nummer 1 der Warteliste für einen permanenten Stellplatz angekommen, wissen aber nicht so richtig, ob wir überhaupt noch wechseln wollen, da es uns schon wieder juckt weiter zu ziehen.

Ansonsten ist es schon ein besonderes Erlebnis etwas länger auf einem Campingplatz mit Langzeitcampern zu verbringen. Wir haben mit unserem Erscheinen das Durchschnittsalter hier deutlich gesenkt. Einige Urlauber wirken so, als wären sie schon Jahre hier. Bei manchen machen wir uns Sorge, ob sie den weiten Weg zurück noch schaffen. Die Abläufe sind hier sehr geregelt, fast schon standardisiert. Morgens schwärmen die Frauen zur Gymnastik an den Pool aus, derweil die Männer an den Wohnmobilen schrauben oder sich im "Haushalt" versuchen. Zwischendurch werden wichtige Informationen ausgetauscht. Ist gerade Ebbe oder Flut, was ist das neueste Gerücht? Ach! Der Campingplatz ist pleite! Nein! Er soll ausgebaut werden. Habt ihr schon gehört ...? 

Christa und ich denken schon seit einigen Strandspaziergängen nach, mit welchem Gerücht wir den hiesigen Alltag beleben könnten. 

Höhepunkt  ist die gelegentliche Party. Am frühen Nachmittag trifft sich dann die gesamte" orthopädische Abteilung" zum Mumienschieben zur Musik aus den frühen 60er Jahren, natürlich gespielt von einer marrokanischen" Band".

Gott sei Dank sind wir mit unserem Roller mobil und verdrücken uns regelmäßig nach Agadir und Umgebung. So haben wir uns heute mit guten Freunden aus Bad Soden in der Stadt getroffen, die hier zur Zeit in einem exklusiven Hotel urlauben.

 Besuch aus Deutschland

Besuch aus Deutschland

05. Februar 2014

Agadir

Heute melden wir uns letztmalig von" unserem" Campingplatz nördlich von Agadir. Fast 5 Wochen haben wir hier unser Konzept vom Urlaub im Urlaub verfolgt. Eigentlich muss man keine 3500 km mit dem Auto fahren,  nur um auf einem Campingplatz zu stehen. Dennoch! Wir blicken auf etwa 300 km Strandwan-derung zurück (sehr zur Freude von Jackson), haben nette Leute kennen gelernt, tollen frischen Fisch zubereitet (die Bordküche ist zur Höchstform aufgelaufen), mit dem Roller wurde die Umgebung erkundet und das alles bei fast sommerlichem Wetter.

Nun starten wir den Erlebnisteil der Reise. Morgen geht es erst einmal für einige Tage direkt nach Agadir. Hier haben wir uns in den vergangenen Tagen mit schönen Stoffen eingedeckt und einen Schneider gefunden, der für uns einige Aufträge erledigt. Leider ist die Übernachtungssituation in der großen Stadt schwierig - inschallah.

Wie es dann weiter geht werden wir noch sehen. Nach Süden das ist klar: Tiznit, Sidi Ifni und der Anti Atlas könnten die nächsten Ziele sein. Wir werden weiter berichten.

 Tamrhakht - für 5 Wochen unser "Wohnort"

Tamrhakht - für 5 Wochen unser "Wohnort"

06. Februar 2014

Agadir Stadt

Um 09.00h morgens verlassen wir den Campingplatz Immourane d`Agadir. Mit einem tränenden Auge verabschieden wir uns von lieb gewonnenen Menschen und machen uns auf den Weg nach Agadir Stadt. Konzentriert bahnen wir uns den Weg durch die geschäftigen Strassen um den Termin beim Schneider einzuhalten. Da wir den Weg oft genug mit dem Roller erkundet haben, finden wir uns problemlos zurecht. Das Geschäftliche ist schnell besprochen, bereits heute Nachmittag können wir das erste Resultat abholen.

Die Wartezeit überbrücken wir mit einem ausgiebigen Bummel entlang der Strandpromenade und der Hauptgeschäftsstrasse von Agadir.

 Am Strand von Agadir Stadt

Am Strand von Agadir Stadt

 Sicherer Schütze

Sicherer Schütze

Gegen Abend müssen wir unseren Tagesstellplatz in der Innenstadt verlassen. Vor wenigen Tagen hat die Polizei alle frei stehenden Wohnmobile aus der Stadt vertrieben. Also übernachten wir heute auf dem Parkplatz des Supermarktes von Marjane - wir müssen ohnehin mal wieder richtig einkaufen. 

07. Februar 2014

Agadir Stadt

.... Breaking News.... Breaking News

Mit Verlassen des Campingplatzes sollte der erlebnisreiche Teil unserer Reise beginnen. Tat es auch!

Es ist 00:30h. Wir übernachten mit einem weiteren deutschen Wohnmobil auf dem Parkplatz von Marjane am Stadtrand von Agadir. Helles Licht und Stimmen wecken uns aus dem ersten Schlaf. Jackson knurrt. Drei Männer klopfen an unserer Tür, geben sich als Security aus und verlangen eine Übernachtungsgebühr. Wir lassen uns den Ausweis zeigen (Fake?) und verweigern die Bezahlung. Mit dem Smartphone fotografieren wir den Ausweis zur "Begeisterung" der Gestalten. Da wir uns nicht einigen können und die Situation nicht eskalieren sollte, verlassen wir nur wenige Minuten später den vermuteten sicheren Parkplatz. Vor dem Stadtcampingplatz von Agadir (leider ausgebucht) finden wir eine sichere Übernachtungsmöglichkeit und schlafen gut.

Bereits vor dem Frühstück verlassen wir den zweckmäßigen aber unattraktiven Schlafplatz und stellen uns auf ein großzügiges Gelände direkt an der schönen Strandpromenade. Hier sind wir richtig. Ausblick auf die hereinrollenden Atlantikwellen und buntes Volk, das bereits früh auf der Promenade unterwegs ist, gestalten unseren Aufenthalt sehr kurzweilig.

Nachmittags treffen wir uns mit Wohnmobilfreunden zu Kaffee und Kuchen in unserem Lieblingscafe.

Gerne würden wir heute Nacht hier an der Strandpromenade übernachten. Es ist allerdings genau der Platz, der vor einigen Tagen von der Polizei in einem Großeinsatz rigoros geräumt wurde. Also wechseln wir zum gestrigen Platz am Campinggelände. Aber auch hier haben wir kein Glück. Wir stehen kaum; es erscheint die Polizei und bittet uns freundlich, die unbewachte Strasse zu verlassen. Sie verweisen uns genau dorthin, wo sie selbst die Wohnmobile unlängst vertrieben haben. Das soll einer verstehen. Wir sind halt in Afrika!

So kommen wir dann doch noch zu einer Übernachtung auf unserem Lieblingsgelände.

08. Februar 2014

Agadir Stadt - Imourane (20 km)

Eigentlich sollte es heute Nachmittag weiter nach Süden gehen. Leider wurden unsere Schneiderarbeiten aber erst abends fertig. Die Weiterreise wird um einen Tag verschoben. Es kommt ja nicht drauf an.

Heute ist Samstag und ein Höllenbetrieb in der Stadt. Unser Parkplatz steht voller PKW. Wo bleiben wir also heute Nacht? Agadir kann anstrengend sein. Nach interner Beratung entschließen wir uns 20 km zurück nach Norden zu fahren. Hier kennen wir uns aus, standen 5 Wochen auf dem dortigen Campingplatz. Wir steuern die sogenannte Platte an, ein großes Gelände direkt am Strand, das unter Freistehern bestens bekannt ist. Hier stehen zur Zeit mehr als 300 Wohnmobile wild oberhalb des Meeres. Hat auch was!

 Übernachtung auf der Platte  30.528794/-9.692368

Übernachtung auf der Platte

30.528794/-9.692368

 Frischwasserversorgung auf der Platte

Frischwasserversorgung auf der Platte

09. Februar 2014

Imourane - Agadir - Tiznit (100 km)

Endlich! Wir sind wieder unterwegs. In südlicher Richtung geht es auf guten Strassen nach Tiznit. Die ehemalige Karawanenstation-  unweit der nördlichen Sahara - ist unser heutiges Ziel. Tiznit hat heute etwa 50.000 Einwohner. Die Stadt ist von einer 5 km langen, ockerfarbenen Stampferdmauer umgeben und begeistert mit ihrer mittelalterlichen Medina. Jetzt sind wir in Marokko angekommen.

 Tiznit

Tiznit

 Im historischen Theater von Tiznit

Im historischen Theater von Tiznit

 Unterwegs in der Medina

Unterwegs in der Medina

Tiznit ist auch bekannt wegen der Silberschmuckwerkstätten. Ausgefallene Stücke zu fairen Preisen kann man hier finden. So konnte die beste Beifahrerin der Welt auch beschenkt werden

 Coin des Berberes - hier kann man Silberschmuck kaufen

Coin des Berberes - hier kann man Silberschmuck kaufen

Die Unterkunftssituation für uns Wohnmobilisten ist auch hier in Tiznit zur Zeit recht schwierig. Der städtische Campingplatz, der sehr zentral gelegen ist, platzt aus allen Nähten. Deshalb sind wir an den Stadtrand ausgewischen. Am schönen Riad Assllaf stehen wir mit weiteren 80 Mobilen sicher und schön. Am Dienstag fahren wir dann weiter

 Riad Asslaf  29.696505/-9.709442

Riad Asslaf

29.696505/-9.709442

11. Februar 2014

Tiznit - Aglou Plage (18 km)

Nur eine kurze Etappe heute. Nach dem Aufenthalt in einer marokkanischen Stadt zieht es uns  für einige Tage an den Atlantik zurück. Nur wenige Kilometer von Tiznit entfernt liegt der kleine Ort Sidi Moussa d`Aglou mit einem schönen Badestrand und sehenswerten Fischerhütten, die fotogen in den dortigen Felsengrotten liegen. Den Campingplatz Aglou Plage kennen wir bereits aus dem Vorjahr. Er ist auch gut belegt, aber es gibt genügend freie Plätze.

 Campingplatz Aglou Plage  29.803748/-9.827478

Campingplatz Aglou Plage

29.803748/-9.827478

12./13. Februar 2014

Aglou Plage

 Jackson - unsere Wasserratte

Jackson - unsere Wasserratte

 Fischerhütten bei Aglou

Fischerhütten bei Aglou

 Einfach aber schön. Nachtlager in einer Fischerhütte.

Einfach aber schön. Nachtlager in einer Fischerhütte.

14. Februar 2014

Aglou Plage

Heute ist hier der Sommer so richtig ausgebrochen. Es ist der erste Tag unsrer Reise, an dem das Thermometer über 25 Grad geklettert ist. Wunderbar! Wir genießen einen weiteren Tag hier in Aglou bevor wir morgen nach Sidi Ifni fahren werden.

 Auf der Suche nach neuen Motiven (gestern Abend)

Auf der Suche nach neuen Motiven (gestern Abend)

15. Februar 2014

Aglou Plage - Sidi Ifni (70 km)

Die Reise geht weiter. Über die gut ausgebaute R104 dieseln wir weiter nach Süden. Die Fahrt ist das reinste Vergnügen. Zur Rechten die unendliche Weite des Atlantiks mit wunderbaren Sandstränden und zur Linken grüne Berge, rotbraune Felder und typische Dörfer. Schaf- und Ziegenherden passieren wir, haben Not einem Esel auf der Straße auszuweichen.

Gegen Mittag erreichen wir unser heutiges Etappenziel - Sidi Ifni. Die 25000 Einwohner große Stadt war lange Zeit eine spanische Enklave, verfügt heute noch über ein spanisches Ambiente. Die Stadt liegt hoch auf einem Berg, ist schachbrettartig angelegt mit breiten zum Meer abfallenden Straßen. Wir freuen uns besonders auf den sehr ursprünglichen Souk.

Inzwischen hat Sidi Ifni fünf Campingplätze, die zu dieser Jahreszeit alle sehr gut besucht sind. Wir steuern den uns bereits bekannten Camping Sidi Ifni an, unmittelbar am Meer gelegen. "Alles besetzt" lautet die Ansage des Platzwartes. Ob es mein trauriger Gesichtsausdruck war, oder der Hinweis, dass wir hier bereits im letzten Jahr einige Tage übernachtet haben, plötzlich ist dann doch ein schöner Platz frei. Leider handeln wir uns etwas Ärger mit dem einzigen deutschen Ehepaar ein, denen wir als neuer Nachbar mit unserem Mobil einen zu großen Schatten werfen. Sie wollen morgen mit ihrem Wohnwagen (!) weiter fahren. Wir beabsichtigen einige Tage hier zu bleiben.

 Camping Sidi Ifni - des Franzosen liebster "Sport"  29.385025/-10.173009

Camping Sidi Ifni - des Franzosen liebster "Sport"

29.385025/-10.173009

16. Februar 2014

 Blick auf Sidi Ifni

Blick auf Sidi Ifni

 Paarlauf - nicht nur eine olympische Disziplin

Paarlauf - nicht nur eine olympische Disziplin

 Einkaufen - ein großes Vergnügen

Einkaufen - ein großes Vergnügen

 Bezahlen - ein noch größeres Vergnügen

Bezahlen - ein noch größeres Vergnügen

17. - 20. Februar

Sidi Ifni

Die letzten beiden Tage waren wettermäßig etwas durchwachsen. Temperaturen um die 16 Grad, gelegentliche Schauer und starker kühler Wind. Ungewöhnlich für diese Gegend und Jahreszeit. Aber was ist noch normal beim Klima?

Dennoch haben wir die Zeit gut genutzt, sind kreuz und quer durch Sidi Ifni gelaufen und das Wohnmobil wurde einer intensiven Pflege unterzogen.

Gestern überraschten uns dann Freunde aus Rosenheim, die von Agadir kommend, einen zweitägigen Ausflug nach Sidi Ifni und Umgebung unternahmen. Nach einem unterhaltsamen gemeinsamen Tag freuten wir uns auf ein leckeres Abendessen im schön gelegenen Restaurant (Pizzeria) Grand Canaria mit Blick auf den nächtlichen Souk. Die Speisekarte versprach reichlich Auswahl, leider keine Pizza und auch die meisten der angebotenen Gerichte waren leider nicht verfügbar. Dennoch es war ein schöner Abend! Danke ihr Beiden für den Besuch, vielleicht sehen wir uns in Marrakech wieder.

 Strand von Sidi Ifni

Strand von Sidi Ifni

 Hausputz

Hausputz

 Hundeputz

Hundeputz

 Mit Freunden beim Abendessen im Restaurant Grand Canaria

Mit Freunden beim Abendessen im Restaurant Grand Canaria

21. Februar 2014

Sidi Ifni - Guelmin - Oase Tighmart (67 km)

Mai salama Atlantikküste, wir kommen wieder! Um 10.00h verlassen wir den Campingplatz in Sidi Ifni in Richtung Südosten, den Bergen entgegen. Wir verabschieden uns von Michelle und Ehefrau, winken dem Straßenkehrer, dem wir auch in diesem Jahr mit einigen Kleidern helfen konnten, lassen Sidi Ifni schnell hinter uns. Schon bald ändert sich die Landschaft. Wir durchfahren das sogenannte Kakteenland in Richtung Guelmim.

 Im Kakteen Land kurz vor Guelmim

Im Kakteen Land kurz vor Guelmim

Zwei Stunden später passieren wir die Saharasiedlung Guelmim. Der bereits in einer kargen, fast vegetationslosen Umgebung gelegene Ort, mit etwa 40.000 Einwohnern, ist ein wichtiges Marktzentrum der marokkanischen Sahararandzone. Entsprechend ist auch der Verkehr in der Stadt. Wir schlängeln uns zwischen Eselskarren, Ziegenherden und überladenen Lastwagen durch. Mehrmals müssen wir in der schlecht beschilderten Stadt nach dem Weg fragen, erhalten immer freundlich Auskunft.

20 Kilometer östlich von Guelmim liegt eine abgeschiedene Oasenlandschaft. Mitten im Palmenhain der Oase Tighmart betreibt Hassan Benchine mit seiner Familie einen sehr empfehlenswerten Übernachtungsplatz für Wohnmobile. Hassan, der uns vom letzten Aufenthalt kennt, begrüßt uns wie beste Freunde. 

 Oase Tighmart (bei Hassan)  28.94568/-9.944519

Oase Tighmart (bei Hassan)

28.94568/-9.944519

 In der Oase Tighmart

In der Oase Tighmart

22. Februar 2014

Oase Tighmart - Tafraoute (225 km)

Heute haben wir eine längere Etappe vor uns. Deshalb verabschieden wir uns bereits früh von Hassan, nachdem wir unter einem unvergesslichen Sternenhimmel am Rande der Sahara genächtigt haben.

 Frühstück in der Oase

Frühstück in der Oase

 Kleine Geschenke zum Abschied

Kleine Geschenke zum Abschied

 Abschied von Hassan (rechts im Bild)

Abschied von Hassan (rechts im Bild)

Kurz hinter der Oase verlieren wir vorübergehend die Orientierung. In einer Kurve interpretieren wir die Verkehrsführung falsch und geraten auf die R103 nach Assa. Direkt hinter Fask hätten wir der N12  nach Irherm folgen sollen (ausgeschildert nach Tata). Die ab hier einspurige Straße schien mir nicht die Richtige zu sein. Also wenden im engen Gelände und 15 km zurück. Die spektakuläre Landschaft entschädigt uns.

 Begegnung mit Nomaden und Ziegen

Begegnung mit Nomaden und Ziegen

Bis Timoulaye-Ait-Jarrar (der Ort heißt wirklich so) geht alles gut. Die Straße ist zwar schmal aber auch für größere Wohnmobile gut zu fahren. Dann spielt uns die Straßenkarte einen Streich. Statt rechts ab, biegen wir nach links und stehen prompt im kleinen Ort. Was für ein Auflauf. Die Schule war gerade aus; die Kinder hatten einen riesen Spaß am wendenden Wohnmobil. "Tausend" helfende Hände zeigen in alle Richtungen.

In Ifrane (Bild oben) beginnt der Anti Atlas, das älteste Gebirge in Marokko. Nicht ganz so gewaltig wie der Hohe Atlas aber genau so schön. Wir fahren an schroff zerklüfteten Felswänden entlang, durch eine Gegend von urwüchsigem, eigenartig bizarrem Reiz. 

Am späten Nachmittag erreichen wir erschöpft unser Tagesziel Tafraoute. Die Kleinstadt mit ihren zahlreichen Mandelbäumen, Palmen und Olivenhainen begrüßt uns im glühenden Rot der tief stehenden Sonne, darüber ein tiefblauer Himmel. Wir sind im Paradies gelandet. Tafraoute ist natürlich auch ein Magnet für die vielen Urlauber mit Wohnmobil. Hier gibt es für jeden eine passende Lösung. Drei völlig ausreichende Campingplätze (wir haben uns für Tazka Camping entschieden) sowie jede Menge Platz für Freisteher. Wir bleiben eine Woche hier, zumal in einigen Tagen das Mandelblütenfest viel Abwechslung garantiert.

23. - 27. Februar 2014

Tafraoute

 Granitfelsen Chapeau Napoleon bei Tafraoute

Granitfelsen Chapeau Napoleon bei Tafraoute

 Blick auf Tafroute

Blick auf Tafroute

 Tafraoute

Tafraoute

 Zeit der Baumblüte

Zeit der Baumblüte

 Idylle unter Palmen

Idylle unter Palmen

 Das Nationalgericht Tajine wird angeliefert

Das Nationalgericht Tajine wird angeliefert

 Ortschaft Tazka

Ortschaft Tazka

 Arganbaum

Arganbaum

 Begegnung auf einer Wanderung

Begegnung auf einer Wanderung

 Aufgehalten

Aufgehalten

 Tal der Ammeln

Tal der Ammeln

 Traumhaft schön!

Traumhaft schön!

 ... und der Löwe, der Löwe, der schaut uns zu.

... und der Löwe, der Löwe, der schaut uns zu.

Kleine Geschichte am Rande.

Hier ist es üblich, dass sich viele Wohnmobilisten ihr Mobil mit einem marokkotypischen Motiv "verschönern" lassen. So auch der Wunsch unseres holländischen Nachbarn, der mit einem Expeditionsfahrzeug neben uns steht. Ein Elefantenkopf soll künftig die Rückwand des Fahrzeugs zieren. Nun ist ein Elefant weder typisch für Marokko, noch ist ein solches Gemälde im Portfolio eines marokkanischen "Malers". Das Resultat entsprach dann einer Mischung aus Ottifant und Kamel. Das anschließende Palaver in einem Sprachengemisch aus holländisch, französisch und arabisch war groß. Jetzt beratschlagt man, wie der Schaden begrenzt werden kann. Aus Rücksicht auf die strapazierten Nerven des Nachbarn haben wir auf Kommentare und der Bitte nach einem Foto verzichtet. 

28. Februar 2014

Tafraoute

Eine Woche sind wir jetzt hier in Tafraoute, der Oasenstadt im Anti Atlas. Heute musste ich mir zunächst einmal das schmerzhafte Ausscheiden der Eintracht aus dem Europapokal aus den Beinen laufen. 10 Kilometer sind wir über Stock und Stein durch die Bergwelt gewandert. Jetzt geht es besser, aber die Beine sind müde und Jackson liegt ziemlich erschlagen unter dem Wohnmobil. Den Nachmittag werden wir nochmal nutzen um die Sonne zu genießen. Das Wetter ist einfach super. Abends beginnt dann das Mandelblütenfest auf das wir gespannt sind. Am Sonntag soll es dann weiter gehen. Nächste Station: Taroundannt.

 Camping Tazka  29.715341/-8.986448

Camping Tazka

29.715341/-8.986448

 Ortschaft Agard Oudad

Ortschaft Agard Oudad

 Ortschaft Agard Oudad

Ortschaft Agard Oudad

 Begegnung in Tafraoute

Begegnung in Tafraoute

 Über Stock und Stein

Über Stock und Stein

Ausflug zu den bemalten Steinen 

Von ganz besonderem Reiz sind die von dem belgischen Maler Jean Verame bemalten Felsen, die etwa 7 km außerhalb von Tafraoute in der Abgeschiedenheit der Berge zu finden sind. Es heißt, der Maler soll 20 Tonnen Naturfarbe benötigt haben.

01. März 2014

Tafraoute

Impressionen vom Mandelblütenfest











.